Liebe Mandanten, 

 

angesichts des dynamischen Infektionsgeschehens haben die Bundesregierung und die 16 Länder zeitlich befristete Maßnahmen beschlossen, um die Infektionswelle zu brechen und die Ausbreitung des Virus zu kontrollieren. Für bestimmte Branchen beinhaltet die gestrige Entscheidung auch temporäre Schließungen.

 

Mit einer außerordentlichen Wirtschaftshilfe des Bundes sollen jene unterstützt werden, deren Betrieb temporär aufgrund der zur Bewältigung der Pandemie erforderlichen Maßnahmen geschlossen wird.

 

Die Wirtschaftshilfe wird als einmalige Kostenpauschale ausbezahlt. Dabei geht es insbesondere um die Fixkosten, die trotz der temporären Schließung anfallen. Um das Verfahren so einfach wie möglich zu halten, werden diese Kosten über den Umsatz angenähert. Bezugspunkt ist daher der durchschnittliche wöchentliche Umsatz im November 2019. Der Erstattungsbetrag beträgt 75 Prozent des entsprechenden Umsatzes für Unternehmen bis 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die gewährte außerordentliche Wirtschaftshilfe wird mit bereits erhaltenen staatlichen Leistungen für den Zeitraum, wie zum Beispiel Kurzarbeitergeld oder Überbrückungshilfe, oder mit eventuell späteren Leistungen aus der Überbrückungshilfe verrechnet.

 

Auch junge Unternehmen werden unterstützt. Für nach November 2019 gegründete Unternehmen wird der Vergleich mit den Umsätzen von Oktober 2020 herangezogen. Soloselbständige haben ein Wahlrecht: sie können als Bezugsrahmen für den Umsatz auch den durchschnittlichen Vorjahresumsatz 2019 zugrunde legen.

 

Die Antragstellung soll über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden. Die Auszahlung von Abschlägen wird noch geprüft. Wir informieren Sie sobald nähere Informationen zur Beantragung vorliegen.

 

Die Bundesregierung hat zur Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen, die 2. Phase der Überbrückungshilfe als branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von 4 Monaten (September bis Dezember 2020) beschlossen.

 

Die Förderung soll nahtlos an die 1. Phase mit dem Förderzeitraum Juni bis August 2020 anschließen.

 

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Solo-Selbstständige und Freiberufler, die entweder einen Umsatzeinbruch in Höhe von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den Vorjahresmonaten erlitten haben, oder die im selben Zeitraum insgesamt einen durchschnittlichen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % pro Monat verzeichnen mussten.

 

Förderhöhe

 

  • Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe beträgt 50.000 Euro pro Monat. Damit können Unternehmen je nach Höhe betrieblicher Fixkosten für die vier Monate bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten. 

 

  • Darüber hinaus erhöht sich die monatliche Fixkostenerstattung:
    - 90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten),
    - 60% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten),
    - 40% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 30% und unter 50% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch). jeweils Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

 

  • Die Personalkostenpauschale wurde von 10 % auf 20 % erhöht. 

 

 

Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind wie in der 1. Phase durch einen Steuerberater oderWirtschaftsprüfer in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen. Überzahlungen sind zu erstatten.

 

Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 31.12.2020.

 

 

Neben der Gewährung von KfW-Schnellkrediten auch für Soloselbständige und Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern in einer Höhe bis zu 300.000 €, abhängig vom im Jahre 2019 erzielten Umsatz, wird eine Überbrückungshilfe 3. Phase für den Zeitraum Januar bis Juni 2021 zu verbesserten Konditionen geplant.

 

Auch hierüber werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

 

Ihr NRT-Beratungsverbund

 

 

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