Liebe Mandanten, 

 

die Bundesregierung hat zum Ende der vergangenen Woche ein Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket beschlossen, über dessen wesentliche Punkte wir nachfolgend berichten.

 

Die Details zur konkreten Umsetzung (bspw. Formulare, Anträge) stehen aktuell noch aus und  

werden voraussichtlich in den nächsten Tagen und Wochen konkretisiert. Sobald wir aktuelle  

Informationen hierzu erhalten, werden wir Ihnen diese auf unserer Homepage veröffentlichen.

 

Die Eckpunkte des neuen Konjunkturpakets sehen folgende Punkte vor:

 

Neue Corona-Überbrückungshilfe 

 

Zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen wird für Corona-bedingten Umsatzausfall ein Programm für Überbrückungshilfen aufgelegt. Die Überbrückungshilfe wird für die Monate Juni bis August gewährt. 

 

Antragsberechtigt sind Unternehmen, deren Umsätze Corona-bedingt in April und Mai 2020 um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind und deren  

Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50 % fortdauern. Bei  

Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November und  

Dezember 2019 heranzuziehen. 

 

 

  • Erstattet werden bis zu 50 % der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 % gegenüber Vorjahresmonat. 
  • Bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 % können bis zu 80 % der fixen Betriebskosten erstattet werden. 
  • Der maximale Erstattungsbetrag beträgt 150.000 Euro für drei Monate. 
  • Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten soll der Erstattungsbetrag 9.000 Euro, 
  • bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten 15.000 Euro nur in begründeten Ausnahmefällen übersteigen. 

 

Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind durch einen Steuerberater oder 

Wirtschaftsprüfer in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen. Überzahlungen sind zu  

erstatten. 

 

Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 31.8.2020 und die Auszahlungsfristen am 30.11.2020. 

 

Änderungen Umsatzsteuer 

 

  • Die Umsatzsteuersätze werden ab 1.7.2020 von 19% auf 16% und von 7% auf 5% gesenkt. Eine
  • Umstellung der Rechnungsprogramme und Warenwirtschaftssysteme wird hier kurzfristig  erforderlich sein. Die Regelung ist bis 31.12.2020 befristet. die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird verschoben auf den 26. des Folgemonats.

 

Kurzarbeit 

 

  • Zuschüsse der Arbeitgeber zum Kurzarbeitergeld, die den Lohnausfall für die Monate März bis Dezember ausgleichen, werden entsprechend der Sozialversicherungsbeiträge von der  Lohnsteuer befreit
  • Für das Kurzarbeitergeld wird eine verlässliche Regelung für den Bezug von Kurzarbeitergeld ab dem 1. Januar 2021 vorgelegt werden 

 

Abschreibungsänderungen 

 

Es wird eine degressive Abschreibung für Abnutzung (AfA) mit dem Faktor 2,5 gegenüber der derzeit geltenden AfA und maximal 25% Prozent pro Jahr für bewegliche Wirtschaftsgüter des  

 

Anlagevermögens in den Steuerjahren 2020 und 2021 eingeführt 

 

Verlustrücktrag

 

Der steuerliche Verlustrücktrag wird für die Jahre 2020 und 2021 auf maximal 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio. Euro (bei Zusammenveranlagung) erweitert. Der Rücktrag soll schon in der Steuererklärung  

 

2019 nutzbar gemacht werden. 

 

Förderung Ausbildungsbetriebe  

 

KMU, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, erhalten für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro, die nach Ende der Probezeit ausgezahlt wird. Solche Unternehmen, die das Angebot sogar erhöhen, erhalten für die zusätzlichen Ausbildungsverträge 3.000 Euro.

 

Reform Körperschaftsteuergesetz 

 

Das Körperschaftssteuerrecht soll modernisiert werden: u.a. durch ein Optionsmodell zur Körperschaftsteuer für Personengesellschaften und die Anhebung des Ermäßigungsfaktors bei Einkünften aus Gewerbebetrieb auf das Vierfache des Gewerbesteuer-Messbetrags.

 

 

 

 

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